Wer einmal eine Paketzusteller:in beobachtet hat, kennt das Bild: Das Fahrzeug hält am Strassenrand, die Hinterür bleibt offen, und im Inneren wird zwischen unzähligen Paketen gewühlt. Trotz der hochoptimierten Logistik gibt es offenbar kein System, das der Zusteller:in effizient hilft, das nächste Paket auf Anhieb zu identifizieren.
Zu Beginn der Tour stimmt die Ordnung vermutlich, doch mit jeder zugestellten Sendung und jeder aufgenommenen Retoure entsteht Chaos. Pakete rutschen umher, werden umgestapelt, und die Zusteller:in muss «Tetris» spielen, um das richtige Paket zu finden. Das kostet Zeit, führt zu Frustration und reduziert die Effizienz der ohnehin stressigen Arbeit erheblich.
Die Lösung: Intelligente Paketerkennung
Hier liegt eine grosse Chance für ein Startup. Es müsste ein System entwickeln, das Paketzusteller:innen sekundenschnell das nächste zuzustellende Paket anzeigt.
Mögliche Lösungen könnten sein:
- Augmented Reality (AR): Eine AR-Brille, Smartphone oder Tablet zeigt den Zusteller:innen das richtige Paket im Wagen an. Ein visuelles Overlay hebt das Zielpaket hervor, sodass die Zusteller:innen es sofort erkennen.
- NFC-gestützte Sortierung: Jedes Paket erhält einen NFC-Tag, und ein Handscanner oder ein Sensor im Fahrzeug signalisiert den Zusteller:innen, in welchem Bereich sich das Paket befindet.
- KI-gestützte Kameras: Kameras im Fahrzeug könnten mit KI-Unterstützung die Position jedes Pakets im Wagen tracken und den Zusteller:innen in einer App oder auf einem Display den schnellsten Zugriffspunkt anzeigen.
Mit dem stetig grösseren Paketaufkommen steigt auch der Druck, effizienter zu arbeiten. Eine Lösung, die die Paketfindung im Lieferfahrzeug automatisiert, könnte den gesamten Prozess auf der letzten Meile signifikant beschleunigen. Unklar ist für uns, weshalb ausgerechnet die letzten Meter der Last Mile noch nicht optimiert wurden.
Lean Canvas
Problem
Auf der letzten Meile geht unnötig Zeit verloren, weil Zusteller:innen zu lange nach Paketen suchen müssen
Existing Alternatives
manuelles Suchen
tbd
Solution
Noch nicht definiert. Möglichkeiten:
- AR-Lösung
- NFC-Tags
- KI-gestützte Kameras
Key Metrics
tbd
Unique Value Proposition
weniger Zeitverlust auf der letzten Meile, dadurch tiefere Kosten für Paketlieferdienste
High Level Concept
Optimierte Logistik auch für Zusteller
Unfair Advantage
ML-Knowhow im Team
Channels
Sales an Paketlieferdienste
Customer Segments
Paketlieferdienste (Post, DHL, DPD, Planzer)
Early Adopters
noch unklar
Cost Structure
Entwicklung der IT-Plattform
Sales-Department
vermutlich 24/7 Support
Revenue Streams
SaaS-Modell
Implementierungs- und Beratungsleistungen
Lean Canvas is adapted from Business Model Canvas and is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Un-ported License.
Was wären die nächsten Schritte?
Stand jetzt ist unsere KI für Paketlieferdienste lediglich eine erste Idee. Im Lean Canvas wird klar, dass weder das Problem verifiziert wurde (dafür müsste man z.B. mit den richtigen Personen bei der Post sprechen), noch eine klare Lösung gefunden wurde, und auch noch kein Geschäftsmodell existiert.
Anschliessend müsste durchgerechnet werden, ob und wie sich ein solches Produkt rechnen könnte.
Unsere Meinung
Kürzlich habe ich einen Paketzusteller angesprochen, ob er viel Zeit mit der Paketsuche verliere. Seine Antwort bestand aus einem einzigen Fluchwort. Ein Problem scheint es also zu geben - es wäre aber auf jeden Fall mehr Market Research von Nöten.
2 Responses
Hi Matthias
Toller Approach von euch.
Bin nicht sicher, aber deckt das Scandit ggf. mittlerweile ab?
Lieben Gruss Sabine
Hallo Sabine
Danke für deinen Input.
Das mag gut sein, dass Scandit das anbietet.
Bei dieser Open Startup-Idee sind wir über die Beobachtung darauf gekommen, dass die Lieferanten heute lange in den Lieferwagen suchen. Als nächstes müssten wir Interviews führen, um zu sehen, warum sie solche Technologien nicht bereits einsetzen.
LG, Matthias