ARjectify.com — 3D-Objekte einfach auf allen Augmented Reality-Brillen ansehen

Augmented-Reality-Brillen erobern langsam den Markt – doch die Erstellung und Nutzung von passenden 3D-Inhalten ist aktuell noch sehr kompliziert. Wie wäre es, wenn Nutzer ihre 3D-Modelle per Drag-and-Drop einfach vom Desktop direkt auf die AR-Brille laden könnten? Könnte daraus ein Startup entstehen?

Status: Live – ARjectify.com kann bereits genutzt werden

Ausgangslage

Ich, Matthias, liebe neue Technologien und besitze eine Apple Vision Pro. Als ich für eine Präsentation mehrere 3D-Objekte in AR darstellen wollte, stiess ich auf mühsame Arbeitsschritte: Komplizierte Dateikonvertierungen, komplexe Kommandozeilen-Tools und zeitraubende Installationen von Programmen wie Blender waren nötig, um die 3D-Objekte überhaupt für die 3D-Brille nutzbar zu machen. Auch das Hochladen auf einen Webserver gestaltete sich mühsam. Meine Erkenntnis: Das muss doch einfacher gehen!

Die Idee: Eine einfache Web-Lösung für AR/VR-Objekte

Eine webbasierte Plattform, auf der beliebige 3D-Dateien per Drag-and-Drop hochgeladen werden können. Diese Plattform generiert automatisch eine individuelle Landingpage, auf der das Objekt sofort mit AR- und VR-Brillen betrachtet werden kann – ganz ohne technisches Vorwissen.

Umsetzung mit KI-Unterstützung

Im Herbst 2024 entstand ein funktionierender MVP, bei dessen Entwicklung generative KI wertvolle Unterstützung leistete. ARjectify.com ist nun online und zeigt, dass komplexe, serverseitige Prozesse und asynchrone Job-Verarbeitung durch KI stark vereinfacht werden können.

Herausforderungen & Learnings

Das MVP funktioniert, aber es bleiben noch wesentliche Fragen offen:

  • Problemvalidierung: Wie viele Nutzer haben tatsächlich Schwierigkeiten, 3D-Dateien für AR/VR umzuwandeln?
  • Monetarisierung: Gibt es eine Zahlungsbereitschaft für ein solches Tool?
  • Marktgrösse: Wie gross ist aktuell der Bedarf an einer einfachen 3D-Konvertierungslösung?

Lean Canvas

Problem
  • Aufwändiges Konvertieren für einzelne Files und mühsames Aufsetzen einer Weboberfläche, um die Objekte anzuschauen
Existing Alternatives​
  • Expertenprogramme wie Blender
  • Tools und Libraries für Command-Line
  • Online-Seiten, die ein spezifisches Format für eine Plattform unterstützen
  • Apple’s Creation tools for spatial apps
Solution​
  • Website mit Drag’n’Drop / One-Click Converter
  • Microsite für User Generated Content (UGC)
Key Metrics​
  • Acquisition: Content Marketing auf Landing Page + UGC-Microsites
  • Activation: Signup für kostenlosen Account
  • Retention: Erstes 3D-Objekt umgewandelt
  • Revenue: Anzahl Subscriptions oder Anzahl Umwandlungen
  • Referral: Neue User durch geteilte UGC-Microsites
Unique Value Proposition​

Schnell und unkompliziert eine AR-/VR-taugliche Seite aus beliebigen 3D-Dateien erstellen

High Level Concept​

Zwischenablage / “WeTransfer” für AR/VR-Brillen

Unfair Advantage

Kein Vorteil (oder begrenzt: First to market)

Channels
  • Landing Page
  • Content Marketing
  • UGC-Microsites als viraler Wachstumskanal
Customer Segments ​
  • Verkäufer & Shops: Produktpräsentation in AR/VR
  • Präsentatoren: Bildung, Architektur, Design
Early Adopters
  • AR-Entwickler
  • AR-Creators
  • Nutzer mit begrenzten 3D-Kenntnissen, die dennoch AR/VR-Content konvertieren und teilen wollen
Cost Structure​
  • Entwicklung
  • Hosting / Betrieb
  • User Acquisition
Revenue Streams
  • Freemium-Modell: Kostenlos mit
    • begrenztem Funktionsumfang oder
    • zeitlicher Begrenzung
  • Werbung

Unsere Meinung

Das Tool ist praktisch und nützlich. Klar ist der Markt hierfür begrenzt und deshalb müsste man zuerst schauen: wie viele Architekten, Designer, etc. gibt es, die sowas brauchen könnten? Und dann ist auch die Frage, ob nicht bald Tools wie Onshape, Blender, Solidworks etc. selber gleich eine share-to-preview Funktion machen werden. Oder ob Model Sharing Websites (wie z.B. thingiverse) mehr Dateiformate zulassen.
Marcel
Es gibt online zig Tools, um Bilder oder Dokumente zu konvertieren. Diese Web-Apps werden meistens über eine simple Suchanfrage gefunden und sind entsprechend SEO-optimiert. Small PDF bietet auch ein eine Pro-Variante an, die allermeisten User dürften für File-Konvertierungen allerdings nichts bezahlen. Deshalb sind die Tools werbefinanziert und funktionieren folglich nur mit hohem Traffic. ARjectify wird erst Traffic anziehen, wenn AR-Brillen den Durchbruch im Massenmarkt schaffen. Vorher wird es vermutlich ein Hacker-Nischenprojekt bleiben.
Oliver
Das Erstellen des MVPs für den Eigengebrauch hat Spass gemacht und war «Vibe Coding» bevor es den Begriff im Oktober 2024 gab. Ich sehe das Potenzial für extrem einfache Drag-and-Drop-Lösungen im AR-Content-Bereich. Die zentrale Frage bleibt jedoch: Ist die Umwandlung von 3D-Formaten ein echtes, drängendes Problem für genug Nutzer? Nächster möglicher Schritt: Ein kleiner Werbekampagnen-Test mit Keywords zur Marktvalidierung.
Matthias

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Über uns

Wir sind drei Startupper aus Zürich, auf der Suche nach neuen Geschäftsmodellen. Hier teilen wir unsere Ideen offen und freuen uns über Dein Feedback!

Marcel

Nach seinem Doktorat in Informatik an der ETH Zürich arbeitete Marcel in verschiedenen Startups, darunter auch in seinem eigenen. Anschliessend war er neun Jahre bei Apple tätig, wo er Teams und Projekte im Bereich Computer Vision und Künstlicher Intelligenz leitete. Marcel ist Advisor in mehreren Startups. Darüber hinaus berät er mit seiner Firma Nuivis auch grössere Unternehmen im Bereich Künstliche Intelligenz.

Matthias

Nach seinem Master in Informatik mit Nebenfach Architektur an der ETH Zürich forschte Matthias am Xerox Palo Alto Research Center PARC an kontextbasierten KI-Technologien. 2007 gründete er ein Studio und entwickelte preisgekrönte AR-, VR- und XR-Projekte für Kunden wie Meta, Red Bull oder Universal Studios. Als internationaler Konferenzredner, Jurypräsident von Best of Swiss Apps und Berater teilt er sein Wissen über Technologie und Unternehmertum. Nebenbei widmet er sich 3D-Druck, Elektrodenschweissen, Longevity und Sport. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

Oliver

Oliver ist Tech-Entrepreneur mit Fokus auf digitalen Geschäftsmodellen und zweiseitigen Plattformen. Als Startup-Gründer, Verwaltungsrat und Lecturer an verschiedenen Hochschulen beschäftigt er sich intensiv mit den Themen Entrepreneurship, Startups, Technologie, Innovation Management und digitale Ökonomie.