Idee “Study Tour Planner” – SaaS zur Vereinfachung von Studienreisen

Die Organisation von Studienreisen ist anspruchsvoller, als es auf den ersten Blick scheint. Oliver organisierte in der Vergangenheit mehrfach Startup Study Tours für die Hochschule für Wirtschaft Zürich HWZ – mit dem Ziel, in wenigen Tagen eine Vielzahl spannender Startups in einer ausländischen Stadt zu besuchen und die lokale Innovationsszene hautnah zu erleben. Dabei gab es jedoch immer wieder dieselben Herausforderungen: Die Koordination der Termine, die Berücksichtigung der Reisezeiten und die Bereitstellung aller relevanten Informationen für die Teilnehmenden.

Die Herausforderung der Planung

Eine erfolgreiche Study Tour beginnt mit der Identifikation potenziell interessanter Startups. Diese müssen kontaktiert werden, und es gilt, herauszufinden, ob sie überhaupt für ein Treffen zur Verfügung stehen. Sobald erste Zusagen eintreffen, beginnt mit der Terminplanung die eigentliche Knacknuss. Zu Beginn sind noch alle Slots frei, aber mit jeder weiteren Zusage wird es schwieriger, die verbleibenden Meetings sinnvoll in die Agenda einzubauen. 

Dazu kommt die Abstimmung der Reisezeiten zwischen den Standorten – nicht zu unterschätzen in einer Stadt mit unberechenbarem Verkehr, wenn sich Startups in verschiedenen Stadtteilen befinden. Muss ein Bus organisiert werden? Braucht es vielleicht einen Meetingraum in einem Coworking-Space? Und nicht zuletzt: Wie stellt man sicher, dass die Teilnehmenden stets über den aktuellen Stand der Agenda, die Treffpunkte und Hotelvorschläge informiert sind?

Ein Tool für effiziente Organisation

Für seine Study Tours hat Oliver oft Notion genutzt, ein flexibles und vielseitiges Tool zur Dokumentation und Kollaboration. Doch für die dynamische und komplexe Terminplanung war es nicht optimal. Die Kanban- und die Kalender-Ansicht waren zwar wertvoll, es fehlte aber eine Möglichkeit, verfügbare Zeitfenster zu koordinieren und Meetings effizient anzuordnen – ähnlich wie es Doodle für einfache Terminfindungen ermöglicht.

Die Idee für den Study Tour Planner wäre deshalb eine Kombination aus Notion und Doodle: Ein Tool, das es ermöglicht, Startups anzufragen, Terminoptionen zu koordinieren und dabei automatisch die beste Anordnung der Meetings unter Berücksichtigung der Reisezeiten vorzuschlagen. Transit-Optionen und Meetingräume könnte das Tool automatisch vorschlagen und den Teilnehmenden auch bei kurzfristigen Terminänderungen eine stets aktuelle Agenda bereitstellt. Organisatoren könnte erlauben, Änderungen flexibel einzuarbeiten, ohne ständig Mails oder Kalendereinladungen verschicken zu müssen. Startups wiederum könnten die Möglichkeit haben, Slides oder weitere Unterlagen nach dem Meeting elektronisch zur Verfügung zu stellen.

Lean Canvas

Problem
  • Organisation von Startup-Study-Tours ist komplex und zeitaufwendig
  • Terminfindung mit mehreren Startups ist schwierig, Verfügbarkeiten ändern sich laufend
  • Reisezeiten und Pausen zwischen Meetings müssen berücksichtigt werden
  • Teilnehmende benötigen eine stets aktuelle Agenda
Existing Alternatives​
  • Notion & Doodle
  • Calendly / cal.com
  • Excel
Solution​
  • SaaS, das die Anfrage, Bestätigung und Koordination von Study-Tour-Meetings automatisiert
  • Kalender mit Self-Booking-Option für Startups
  • Meeting- und Reiseplanung mit Echtzeit-Anpassungen basierend auf neuen Zusagen
  • Bereitstellung einer digitalen Agenda für Teilnehmende
Key Metrics​
  • Acquisition: Content Marketing auf Landing Page
  • Activation: Signup für kostenlosen Account
  • Retention: Erste Tour angelegt
  • Revenue: Anzahl Subscriptions oder Anzahl der organisierten Study Tours
  • Referral: ?
Unique Value Proposition​

Grosse Zeitersparnis bei der Organisation von Study Tours

High Level Concept​

Notion plus Doodle für Startup Study Tours

Unfair Advantage

Eigene Erfahrungen als Organisator

Channels
  • Landing Page
  • Web-App für Orgisatoren
  • Invididueller Booking-Link für Startups
  • App / Web-Ap für Studierende
Customer Segments ​
  • Hochschulen und Universitäten
  • Unternehmen, die Startup Study Tours für Führungskräfte durchführen
  • Event-Agenturen, die auf organisierte Studien- oder Bildungsreisen spezialisiert sind
  • Reiseveranstalter, die Kultur- oder Bildungsreisen mit mehreren Besuchspunkten planen
Early Adopters

Oliver

Cost Structure​
  • Entwicklung
  • Hosting
Revenue Streams
  • Freemium: Kostenlose Organisation z.B. eines halben Tages
  • SaaS mit monatlicher oder jährlicher Abonnementgebühr

Lean Canvas is adapted from Business Model Canvas and is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Un-ported License.

Fazit

Die Organisation einer Startup-Study-Tour ist eine Aufgabe, die viele manuelle Koordinationsschritte erfordert. Ein spezialisiertes Tool wie der Study Tour Planner könnte diesen Prozess erheblich vereinfachen – und vielleicht sogar mehr Hochschulen oder Unternehmen dazu ermutigen, eigene Startup-Reisen zu organisieren. Der Wert solcher Touren ist unbestritten: Sie bieten inspirierende Einblicke, wertvolle Netzwerke und unvergessliche Erfahrungen.

Allerdings ist der Study Tour Planner derzeit nicht mehr als eine Idee. Bevor man ein solches Tool entwickelt, müsste die Marktgrösse abgeklärt werden. Ein zentrales Fragezeichen bleibt, ob sich ein SaaS-Modell dafür lohnt: Study Tours werden oft nur einmal pro Jahr oder sehr unregelmässig organisiert. Alternativ könnte das Konzept auf andere Arten von Reisen ausgeweitet werden – etwa auf Kultur- oder Bildungsreisen, bei denen ebenfalls mehrere Besuche koordiniert und eine flexible Agenda bereitgestellt werden muss.

Unsere Meinung

Vom Organisieren von Events weiss ich, dass ein solches Tool definitiv fehlt. Wenn man es schafft, es flexibel zu machen, dann könnte dies für verschiedene Bereiche verwendet werden. Die grösste Schwierigkeit sehe ich in der Konkurrenz durch künftige AI Assistants, die immer mehr agieren können und bald solche Tasks wie Planung, Buchung, Terminfindung übernehmen können.
Marcel
Dies ist ein typisches Beispiel eines komplexen Problems, das viel Koordination und viele Tools für Terminfindung und Reisebuchungen beinhaltet. Ich erwarte, dass in naher Zukunft LLMs, AI Agents und Dienste wie Perplexity.ai gute Unterstützung bieten können, und somit ein eigens zu entwickelndes dezidiertes Werkzeug als Produkt mittelfristig überflüssig wird.
Matthias
Bei der Organisation meiner Study Tours hat mir jeweils ein solches Tool gefehlt. Es gibt zwar viele alternative Lösungen, ein dafür vorgesehenes Tool könnte aber viel Zeit einsparen. Der Markt ist vermutlich zu klein für ein eigenständiges Startup. Als kleines Hobby-Projekt könnte ein MVP mithilfe einer AI schnell erstellt werden. Das wäre eine Überlegung wert.
Oliver

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Über uns

Wir sind drei Startupper aus Zürich, auf der Suche nach neuen Geschäftsmodellen. Hier teilen wir unsere Ideen offen und freuen uns über Dein Feedback!

Marcel

Nach seinem Doktorat in Informatik an der ETH Zürich arbeitete Marcel in verschiedenen Startups, darunter auch in seinem eigenen. Anschliessend war er neun Jahre bei Apple tätig, wo er Teams und Projekte im Bereich Computer Vision und Künstlicher Intelligenz leitete. Marcel ist Advisor in mehreren Startups. Darüber hinaus berät er mit seiner Firma Nuivis auch grössere Unternehmen im Bereich Künstliche Intelligenz.

Matthias

Nach seinem Master in Informatik mit Nebenfach Architektur an der ETH Zürich forschte Matthias am Xerox Palo Alto Research Center PARC an kontextbasierten KI-Technologien. 2007 gründete er ein Studio und entwickelte preisgekrönte AR-, VR- und XR-Projekte für Kunden wie Meta, Red Bull oder Universal Studios. Als internationaler Konferenzredner, Jurypräsident von Best of Swiss Apps und Berater teilt er sein Wissen über Technologie und Unternehmertum. Nebenbei widmet er sich 3D-Druck, Elektrodenschweissen, Longevity und Sport. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

Oliver

Oliver ist Tech-Entrepreneur mit Fokus auf digitalen Geschäftsmodellen und zweiseitigen Plattformen. Als Startup-Gründer, Verwaltungsrat und Lecturer an verschiedenen Hochschulen beschäftigt er sich intensiv mit den Themen Entrepreneurship, Startups, Technologie, Innovation Management und digitale Ökonomie.