Die Herausforderung der Planung
Eine erfolgreiche Study Tour beginnt mit der Identifikation potenziell interessanter Startups. Diese müssen kontaktiert werden, und es gilt, herauszufinden, ob sie überhaupt für ein Treffen zur Verfügung stehen. Sobald erste Zusagen eintreffen, beginnt mit der Terminplanung die eigentliche Knacknuss. Zu Beginn sind noch alle Slots frei, aber mit jeder weiteren Zusage wird es schwieriger, die verbleibenden Meetings sinnvoll in die Agenda einzubauen.
Dazu kommt die Abstimmung der Reisezeiten zwischen den Standorten – nicht zu unterschätzen in einer Stadt mit unberechenbarem Verkehr, wenn sich Startups in verschiedenen Stadtteilen befinden. Muss ein Bus organisiert werden? Braucht es vielleicht einen Meetingraum in einem Coworking-Space? Und nicht zuletzt: Wie stellt man sicher, dass die Teilnehmenden stets über den aktuellen Stand der Agenda, die Treffpunkte und Hotelvorschläge informiert sind?
Ein Tool für effiziente Organisation
Für seine Study Tours hat Oliver oft Notion genutzt, ein flexibles und vielseitiges Tool zur Dokumentation und Kollaboration. Doch für die dynamische und komplexe Terminplanung war es nicht optimal. Die Kanban- und die Kalender-Ansicht waren zwar wertvoll, es fehlte aber eine Möglichkeit, verfügbare Zeitfenster zu koordinieren und Meetings effizient anzuordnen – ähnlich wie es Doodle für einfache Terminfindungen ermöglicht.
Die Idee für den Study Tour Planner wäre deshalb eine Kombination aus Notion und Doodle: Ein Tool, das es ermöglicht, Startups anzufragen, Terminoptionen zu koordinieren und dabei automatisch die beste Anordnung der Meetings unter Berücksichtigung der Reisezeiten vorzuschlagen. Transit-Optionen und Meetingräume könnte das Tool automatisch vorschlagen und den Teilnehmenden auch bei kurzfristigen Terminänderungen eine stets aktuelle Agenda bereitstellt. Organisatoren könnte erlauben, Änderungen flexibel einzuarbeiten, ohne ständig Mails oder Kalendereinladungen verschicken zu müssen. Startups wiederum könnten die Möglichkeit haben, Slides oder weitere Unterlagen nach dem Meeting elektronisch zur Verfügung zu stellen.
Lean Canvas
Problem
- Organisation von Startup-Study-Tours ist komplex und zeitaufwendig
- Terminfindung mit mehreren Startups ist schwierig, Verfügbarkeiten ändern sich laufend
- Reisezeiten und Pausen zwischen Meetings müssen berücksichtigt werden
- Teilnehmende benötigen eine stets aktuelle Agenda
Existing Alternatives
- Notion & Doodle
- Calendly / cal.com
- Excel
Solution
- SaaS, das die Anfrage, Bestätigung und Koordination von Study-Tour-Meetings automatisiert
- Kalender mit Self-Booking-Option für Startups
- Meeting- und Reiseplanung mit Echtzeit-Anpassungen basierend auf neuen Zusagen
- Bereitstellung einer digitalen Agenda für Teilnehmende
Key Metrics
- Acquisition: Content Marketing auf Landing Page
- Activation: Signup für kostenlosen Account
- Retention: Erste Tour angelegt
- Revenue: Anzahl Subscriptions oder Anzahl der organisierten Study Tours
- Referral: ?
Unique Value Proposition
Grosse Zeitersparnis bei der Organisation von Study Tours
High Level Concept
Notion plus Doodle für Startup Study Tours
Unfair Advantage
Eigene Erfahrungen als Organisator
Channels
- Landing Page
- Web-App für Orgisatoren
- Invididueller Booking-Link für Startups
- App / Web-Ap für Studierende
Customer Segments
- Hochschulen und Universitäten
- Unternehmen, die Startup Study Tours für Führungskräfte durchführen
- Event-Agenturen, die auf organisierte Studien- oder Bildungsreisen spezialisiert sind
- Reiseveranstalter, die Kultur- oder Bildungsreisen mit mehreren Besuchspunkten planen
Early Adopters
Oliver
Cost Structure
- Entwicklung
- Hosting
Revenue Streams
- Freemium: Kostenlose Organisation z.B. eines halben Tages
- SaaS mit monatlicher oder jährlicher Abonnementgebühr
Lean Canvas is adapted from Business Model Canvas and is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Un-ported License.
Fazit
Die Organisation einer Startup-Study-Tour ist eine Aufgabe, die viele manuelle Koordinationsschritte erfordert. Ein spezialisiertes Tool wie der Study Tour Planner könnte diesen Prozess erheblich vereinfachen – und vielleicht sogar mehr Hochschulen oder Unternehmen dazu ermutigen, eigene Startup-Reisen zu organisieren. Der Wert solcher Touren ist unbestritten: Sie bieten inspirierende Einblicke, wertvolle Netzwerke und unvergessliche Erfahrungen.
Allerdings ist der Study Tour Planner derzeit nicht mehr als eine Idee. Bevor man ein solches Tool entwickelt, müsste die Marktgrösse abgeklärt werden. Ein zentrales Fragezeichen bleibt, ob sich ein SaaS-Modell dafür lohnt: Study Tours werden oft nur einmal pro Jahr oder sehr unregelmässig organisiert. Alternativ könnte das Konzept auf andere Arten von Reisen ausgeweitet werden – etwa auf Kultur- oder Bildungsreisen, bei denen ebenfalls mehrere Besuche koordiniert und eine flexible Agenda bereitgestellt werden muss.
Unsere Meinung